Eigentlich wollte ich euch schon Samstag Abend einen neuen Eintrag unseres Roadtrips servieren. Leider war nach einem Update ein einzelnes Hintergrundprogramm von meiner Firewall blockiert, was verhinderte, mich mit dem Internetz zu verbinden. Klingt nach einer bescheuerten Ausrede, ist aber Windows 10. Also gibt es jetzt wieder eine satte Portion Bilder und Text. Bon appetit!

Ein Mysterium umgibt die Highlands. Wenige Orte werfen so viele Fragen auf, wie die Heimat der Highlander, des Whisky und einiger der schönsten Postkartenansichten auf der Welt. Die sanft gerundeten und doch hoch aufragenden, unendlich aneinandergereihten Berghügel glänzen Abwechselnd im Licht oder werden von dichten Wolken verhüllt. In 10 Minuten kann man an der selben Stelle hunderte Fotos schiessen, ein jedes besser als das vorige. Die meisten davon spiegeln eine idyllische Ruhe wieder, dabei sind die Highlands ein unwirtlicher Ort. Selbst mit dem Auto stößt man an seine Grenzen. Die engen Straßen sind gesäumt von achstötenden Schlaglöchern und jedes entgegenkommende Auto erzwingt kompletten Stillstand. Zu Fuß muss man sich mühsam um die unsichtbaren Moorlöcher manövrieren, nur um dann doch bis zum Knöchel im Torf zu stehen. Doch das Mysterium ist so anziehend, dass es jedes Jahr hunderttausende Touristen dorthin verschlägt. Vom Vorstandsvorsitzenden, der Whisky und Golf liebt, bis hin zu den wildzeltenden Zivilisationsscheuen, die Whisky lieben findet dort jeder einen Zenpunkt. Ja, sogar für Leute, die keinen Whisky mögen ist es ein lohnenswertes Ziel.

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Wunderbar sind auch die Buchten und Lochs, in denen sich die gewaltigen Bergspitzen spiegeln. Besonders, wenn die Sonne scheint und die Erika in tiefem Rot erstrahlen, fühlt man sich in einer unwirklichen Welt aus der Feder von J.R.R Tolkien. Abgesehen davon versorgen die Gewässer hungrige Reisende mit Fisch und Muscheln, die man abends im Pub geniessen kann.

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Das obige Bild zeigt unseren Pub in Kinlochleven, der durch eine einzigartige Aussicht auf die Highlands bestach. Dort oben, wo es hinter dem Balkon rot leuchtet, war die Bar. Pubs sind einzigartig darin, sich bereits an einem Abend wie ein zweites Wohnzimmer anzufühlen. Die Stimmung ist ausschliesslich gut, Bequemlichkeit und Freundlichkeit sind die beste Erholung für die müden Grabenfüße. So wärmten wir uns jeden Abend am Ale, Fish’n’Chips, Pubburger, Pies und guter Gesellschaft.

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Auch noch in Kinlochleven wanderten wir an den Pipelines eines Wasserkraftwerges in die Berge. Das Gebäude, das vermutlich aus dem 19.Jhdt. stammt lag direkt neben unser Jugendherberge. Entlang des Weges stellten wir einige Lecks fest, so wie unten links auf dem obigen Bild. Der etwas desolate Zustand der Rohre fügte sich perfekt ein in die leicht postapokalyptisch einsame Landschaft. Beachtenswert ist auch die Reperatur des Lecks durch ein aufgelegtes Holzbrett. Sehr optimistisch.

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